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Mehr Tempo für die Diagnostik: Zwei Hamburger amedes-Labore werden eins

In Hamburg bündelt amedes seine Laborstärken unter einem Dach: Zwei bislang getrennte Labore werden an einem gemeinsamen Standort vereint und umfassend modernisiert. Mit neuen Technologien, einem hohen Automatisierungsgrad und optimierten Prozessen entsteht eines der leistungsfähigsten Labore im amedes-Netzwerk. Für einsendende Praxen und Kliniken bedeutet das vor allem: schnellere Ergebnisse, ein breiteres Analysespektrum und noch effizientere Abläufe.

Schnellere Diagnostik durch optimierte Abläufe

Bislang arbeiteten zwei vollwertige Hamburger Labore parallel mit unterschiedlichem Fokus. Während das endokrinologische Labor in der Lornsenstraße neben der Routinediagnostik den Fokus auf endokrinologische Analysen hatte, wurden Spezialuntersuchungen – etwa aus der Mikrobiologie oder PCR-Diagnostik – an das aescuLabor im Haferweg weitergeleitet. Diese Struktur führte zwangsläufig zu zusätzlichen Prozessschritten und längeren Durchlaufzeiten.

Mit der Zusammenlegung entfällt dieser Umweg. Die Proben durchlaufen künftig alle diagnostischen Schritte an einem Ort. Dadurch können sie schneller analysiert werden – ein klarer Vorteil für die einsendende Ärztinnen und Ärzte, die auf zeitnahe Befunde angewiesen sind.

Auch die Praxisabläufe profitieren: denn schneller bereitgestellte Befunde sorgen für reibungslose Prozesse und weniger administrativen Aufwand.

Moderne Laborautomatisierung für hohe Effizienz

Herzstück der Modernisierung sind die neuen hochautomatisierten Analysestraßen der klinischen Chemie und der Hämatologie. Die Anlagen wurden deutlich erweitert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Während zuvor fünf Analyse-Linien mit 13 Modulen im Einsatz waren, arbeiten künftig sieben Linien mit insgesamt 21 Modulen – ein deutlicher Kapazitätsgewinn.

Die Proben gelangen nach ihrem Eingang automatisch auf ein Fördersystem, werden sortiert und anschließend gezielt zu den jeweiligen Analysemodulen transportiert. Viele bislang manuelle Arbeitsschritte entfallen. Das Ergebnis: höhere Prozessgeschwindigkeit und eine zuverlässige Bearbeitung auch bei steigenden Probenzahlen. „Unser Ziel war es, die Prozesse so zu gestalten, dass Proben ohne unnötige Umwege möglichst schnell durch das Labor laufen. Das bringt spürbare Vorteile für unsere Einsender – sowohl bei den Durchlaufzeiten als auch bei der Qualität der Ergebnisse“, sagt Projektleiterin Franziska Eggersglüß.

Mehr Diagnostik aus einer Probe

Aus der engeren Verzahnung der diagnostischen Bereiche ergibt sich ein weiterer Vorteil: Durch die Zusammenführung der Labore können künftig viele Untersuchungen direkt aus einer einzigen Probe durchgeführt werden. Das bedeutet: weniger organisatorischen Aufwand für Praxen und weniger Mehrfachentnahmen für Patient*innen. Gleichzeitig erweitert sich das diagnostische Spektrum, das am Standort Hamburg verfügbar ist. „Wir sind in der Lage, viel mehr Spezialanalytik in kürzester Turnaround-Zeit zur Verfügung zu stellen“, erläutert Dr. med. Munif Haddad, Facharzt für Laboratoriumsmedizin. „Mit über 100 klinisch-chemischen Parametern, immunologischen Parametern und infektiologischen Parametern haben wir nun ein sehr großes Portfolio. Somit können wir eine hohe Bandbreite an Parametern aus einer einzigen Probe innerhalb eines Prozesses abarbeiten“, ergänzt Laborärztin Dr. med. Julia Doulgere.

Auch die Digitalisierung wurde weiter ausgebaut. Anforderungen werden heute weitgehend digital übermittelt, was administrative Prozesse vereinfacht und eine schnellere Bearbeitung ermöglicht.

Herausforderungen im laufenden Betrieb

Die Erweiterung der Anlagen stellte das Projektteam vor eine besondere Herausforderung: Sie musste im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Während eine Seite des Erdgeschosses vollständig saniert und neu aufgebaut wurde, lief der Laborbetrieb in der anderen Hälfte weiter. Trotz Umbau, paralleler Prozesse und hoher Auslastung. Hinzu kam die Zusammenführung von IT-Systemen, komplexe logistische Abstimmungen sowie die Integration zweier gewachsener Organisationsstrukturen. „Eine solche Modernisierung im laufenden Betrieb erfordert präzise Planung und ein hohes Maß an Abstimmung. Unser Anspruch war es, die Versorgung der Einsender jederzeit stabil zu halten – und das ist uns gelungen“, sagt Projektleiter Nikjar Wagner.

Gleichzeitig bedeutete das Projekt auch, zwei Teams zusammenzuführen und neue gemeinsame Abläufe zu etablieren. Um diesen Prozess zu begleiten, wurden frühzeitig Workshops, Laborführungen und Teambuilding-Maßnahmen organisiert. Ziel war es, die Mitarbeitenden aktiv einzubeziehen und eine gemeinsame Arbeitskultur zu entwickeln.

Ein starkes Labor für die Zukunft

Mit rund 18.000 Proben täglich zählt der Standort Hamburg zu den leistungsstärksten Laboren der amedes-Gruppe – und setzt neue Maßstäbe für moderne Labordiagnostik. Eine hochautomatisierte Infrastruktur, intelligent verzahnte Prozesse und ein breites Analysespektrum schaffen die Grundlage für eine Diagnostik, die heute schon auf die Anforderungen von morgen ausgerichtet ist.

Maximale Effizienz, verlässliche Qualität und schnell verfügbare Ergebnisse bringen einsendende Praxen und Kliniken deutlich präziser, schneller und näher an die medizinische Entscheidung als zuvor.

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